Die Verdauung - so funktioniert der Darm

"Was oben reinkommt, muss unten wieder raus." Das ist leicht gesagt, doch der Weg, den die Nahrung von oben nach unten zurücklegen muss, ist ziemlich lang. Etwa acht Meter misst der Verdauungskanal. Die kurvenreiche Reise der Speisen und Getränke dauert bis zu 30 Stunden. Da verwundert es nicht, dass man mal häufiger und mal seltener Stuhlgang hat.

Was passiert mit der Nahrung?

Die Verdauung der Speisen beginnt bereits im Mund. Jeder Bissen wird mit Speichel vermischt und so für den Weitertransport in die Speiseröhre vorbereitet. Deren kräftige Wandmuskulatur bewegt die vorverdaute Nahrung kontrolliert vorwärts. Schließmuskeln an beiden Enden verhindern, dass die Nahrung den umgekehrten Weg nehmen kann. Im Magen wird der Speisebrei mit Magensaft vermischt, der Enzyme und Salzsäure enthält, um Keime und Bakterien abzutöten. Damit die Salzsäure nicht den Magen angreift, ist dieser mit einer dicken Schutzschicht ausgekleidet. Die eigentliche Verdauungsarbeit erfolgt im Dünndarm. Hier wird die Nahrung in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, von der Darmschleimhaut aufgenommen und zu den anderen Organen transportiert. Der Dickdarm setzt die Arbeit des Dünndarms fort und entzieht dem Nahrungsbrei weiter Wasser. Durch das Zusammenspiel verschiedener Muskeln entsteht eine Welle, die die Speisereste vor sich herschiebt. Die unverdaulichen Teile der Nahrung treten nun in den engeren Mastdarm über und lösen dort durch die Dehnung den Stuhlgang aus.

Darmträgheit - ein Frauenleiden

Jeder dritte Erwachsene leidet an gelegentlicher oder gar chronischer Verstopfung. Die überwiegende Mehrheit der Betroffenen sind Frauen. Warum das so ist, konnten Mediziner bis heute nicht einwandfrei klären. Anatomische Ursachen stecken jedenfalls nicht dahinter. Vermutlich spielen Hormone eine Rolle, weshalb Frauen in der zweiten Zyklushälfte, in den Wechseljahren und auch in der Schwangerschaft über einen trägen Darm klagen. Aber der Hauptgrund liegt wohl eher in ihrem Verhalten. Viele Frauen nehmen sich morgens nicht die Zeit für eine längere "Sitzung" auf dem stillen Örtchen: Kinder, Schulbrote und pflegebedürftige Eltern gehen vor; tagsüber führen Stress und Hektik im Job oder Ekel vor unhygienischen Toiletten dazu, das dringende Bedürfnis zu ignorieren. Wer dann noch unregelmäßig isst und zu wenig trinkt, muss sich nicht wundern, wenn der Darm irgendwann streikt.

Ab wann spricht man von Verstopfung?

Die Häufigkeit des Stuhlgangs ist individuell sehr unterschiedlich. Alles von dreimal täglich bis dreimal wöchentlich ist normal. Erst wenn jemand über einen Zeitraum von drei Monaten weniger als dreimal pro Woche Stuhlgang hat, sprechen Mediziner von chronischer Verstopfung.

Auf Dauer beeinträchtigt hartnäckige Verstopfung nicht nur die Lebensqualität, sondern kann auch Ihrer Gesundheit schaden. Um Komplikationen oder ernsthafte Ursachen auszuschließen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Was Sie selbst tun können, erfahren Sie in Kapitel 4.

Ob Herzrhythmusstörungen harmlos einzustufen sind oder das Risiko für Folgeerkrankungen erhöhen, kann nur ein Arzt beurteilen. Wichtig für die Behandlung von Herzrhythmusstörungen ist es, dass nicht allein eine Therapie der diagnostizierten Grunderkrankung erfolgt, sondern auch die begünstigenden Faktoren möglichst ausgeschaltet werden.

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